30.05.2016: HH Innovation Award Idee geht an... HiDoc

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Janin Meiritz
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  • Die Gewinner des INNOVATION AWARDS Idee: André Sommer und Jesaja Brinkmann (r.).

    Ein Surfbrett mit Elektromotor  und

    ein denkender Fahrrad-Anhänger

    „Bleiben Sie neugierig“ ermunterte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die mehr als 1.000 Besucher und 60 Aussteller des zweiten HAMBURG INNOVATION SUMMIT 2016 zum Ende seiner kleinen Begrüßungsrede im gerade eröffneten Technologie- und Forschungszentrum für Angewandte Luftfahrtforschung, kurz ZAL genannt, in Finkenwerder. Scholz, Schirmherr der Veranstaltung mit Zukunftsmesse, Barcamp-Diskussionsgruppen, Master-Classes, Vorträgen und der Verleihung der INNOVATION AWARDS als krönender Abschluss, stellte die Erfolge der Hansestadt als Technologie- und Wissenschaftsstandort heraus und ist sich sicher, dass Hamburg bereits heute die Innovations-Hauptstadt Europas sei. „Irgendwann werden die Nachahmer hier vorbeischauen“, sagte er, „um zu sehen, was hier los ist.“

      Eine ganze Menge, könnte man flapsig antworten – und tatsächlich gab es für die Messebesucher viele spannende Neuerungen zu bestaunen. Eine Weltneuheit, ein Surfboard mit Elektromotor, made in Norderstedt, raste mit 50 Stundenkilometer über die Elbe gleich nebenan.  Ein Hamburger Hersteller präsentierte seine Elektroroller, die es auf Tempo 35 km pro Stunde schaffen, ein zweiter zeigte Skateboard mit einer ähnlichen Motorentechnologie. Ebenfalls wurde der Prototyp eines großen Elektrorollers vorgeführt, der – ähnlich wie die roten Fahrräder – an vielen Stellen in der City als komfortables Fortbewegungsmittel benutzt und an anderer Stelle wieder abgestellt werden soll. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zu Testfahrten. Im Formel-1-ähnlichen Rennwagen mit Elektromotor, den die TU Hamburg gerade entwickelt, durfte allerdings nur ein erfahrene Pilot seine heißen Runden drehen.

      Eine weitere Weltneuheit hat auch etwas mit Fortbewegung zu tun und sieht aus wie ein Anhänger für ein Fahrrad. „Nüwiel“, so sein Name“, ist auch ein Fahrradanhänger für den Transport von Kindern oder Gegenständen bis 150 Kilo, jedoch ein intelligenter. Er hat einen eigenen Antrieb, der sich dem Tempo des Fahrradfahrers anpasst, aber auch abbremsen kann.  Abgekoppelt kann der Anhänger selbstfahrend vor sich her geschoben werden.

        Immer mehr Entwicklungen beschäftigen sich mit dem In-die-Luft-gehen. Dabei werden die Flugobjekte immer ausgeklügelter. Manche Drohnen werden für 360-Grad-Bilder und –Filme genutzt, die kleinste war im ZAL zu bewundern. Andere werden zur Beobachtungen in gefährliche oder schwer zugängliche Gegenden geschickt, z.B. zur Vulkanbeobachtung oder zum Besprühen von Weinstöcken in steilen Berglagen. Der Flugverkehr mit Drohnen ist so stark angestiegen, dass inzwischen die Ausgabe von Profi-Lizenzen oder ein obligatorischer Drohnenführerschein im Gespräch sind.

     

    HAMBURG INNIOVATION AWARDS Idee, Start, Wachstum

    und der neue Gründerpreis Nachhaltigkeit

     Nach einem langen Messetag und vielen Eindrücken von Hamburgs technischer Innovationskraft wurden die HAMBURG INNOVATION AWARDS verliehen, die sich in die Kategorien Idee, Start und Wachstum aufteilen. Dazu kam erstmals in diesem Jahr der Gründerpreis Nachhaltigkeit hinzu. Unter dutzenden von Bewerber-Team wählte ein Fachjury jeweils drei Start-ups oder Unternehmen aus, die dann bei einem Präsentationstag im hit-Technopark ihre Konzepte vorstellen durften. Erst am Tag des Summits fielen dann die endgültigen Entscheidungen:

     

    HAMBURG INNOVATION AWARD Idee

    (der frühere Hamburger Innotech-Preis des hit-Technopark und der TuTech):

    HiDoc

    Das Team um den Arzt André Sommer und den Medizinstudenten Jesaja Brinkmann entwickelt digitale Lösungen, um Patienten mit chronischen Krankheiten zu unterstützen. Aktuell testet HiDoc eine Selbstmanagement-App zur digitalen Versorgung des Reizdarmsyndroms (z.B. Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung) direkt auf dem Smartphone.

    Preis: Scheck über 3.000 Euro, Gründerkoffer

     

    HAMBURG INNOVATION AWARD Start

    Bentekk GmbH

    Messgeräte zum Warnen vor unsichtbaren Gefahren, zum Beispiel Benzol-Geruch an Tankstellen.

    Preis: Scheck über 3.000 Euro, Fortbildungsreise ins Silicon Valley, Gründerkoffer

     

    HAMBURG INNOVATION AWARD Wachstum

     Dermalog Identification GmbH

    Siegreich mit dem Ertasten und Scannen von Fingerabdrücken. Made in Hamburg, aber 98 Prozent des Umsatzes wird im Ausland erwirtschaftet.

    Preis: Scheck über 3.000 Euro, Gründerkoffer

     

    Gründerpreis Nachhaltigkeit

    Pipe Hydro Energy

    Im Wettbewerb Idee war die Ausgründung der TU Hamburg noch knapp unterlegen. Die Mikrowasserturbinen zur Energierückgewinnung überzeugten die Nachhaltigkeits-Jury durch ihre ökologische Ausrichtung, die aber auch Gewinne generiert. Schwerpunkt der neuen Firma: Sensorik-Technologie, die Drücke, Fließgeschwindigkeiten und Inhaltsstoffe von Wasser in Rohrsystemen überwacht.

    Preis: 15.000 Euro