Erfolgsgeheimnis: Das Regelwerk ist wie ein Coca-Cola-Rezept


    Erfolgsgeheimnis: Das Regelwerk ist wie ein Coca-Cola-Rezept

    Mit dem genialen Abrechnungstool Momo und 3.000 Regeln spart die junge Firma bereits 50 Krankenhäusern viel Zeit und Geld.


    Ein Arzt, ein IT-Spezialist, ein Vertriebler –und die Idee, das komplizierte Abrechnungssystem der Krankenhäuser zu analysieren und mit einer speziellen Software viel Geld einzusparen. Was so einfach klingt, haben die drei Jungunternehmer Lukas Aschenberg (33, Arzt), Tim Aschenberg (35, IT) und Peter Molitor (39, Gesundheitsökonom) genauso einfach umgesetzt. Aus ihren Vornamen bildeten sie den Unternehmensnamen TIPLU, aus Michael Endes Roman Momo entliehen sie den Namen für ihr Software-Modul, das Zeit einspart. Seit Gründung der Firma im April 2016 haben die drei bereits 50 Krankenhäuser als Kunden akquiriert, und die Räume im Tempowerkring 3 werden bei zwölf Mitarbeitern und demnächst mehr fast schon zu eng.
    Dank des von Tim Aschenberg entwickelten Abrechnungstools können sämtliche Unterlagen, wie zum Beispiel Arztbriefe, OP-Berichte, Aufnahmebefragungen, Verlauf der Krankheitsfälle und vieles mehr, in kürzester Zeit bearbeitet werden. Mit knapp 3.000 Regeln gefüttert kann Momo aus diesen Millionen von Daten selbstständig die Abrechnungsmöglichkeiten errechnen. „Dieses Regelwerk ist unser Coca-Cola-Rezept“, sagt der Orthopäde Lukas Aschenberg. Im Vergleich zu früheren eher lückenhaften Rechnungsstellungen können Krankenhäuser die Kosten wesentlich effektiver ermitteln und somit zum Teil mehrere 100.000 Euro mehr an Einnahmen erzielen. In einem Testlauf für Neukunden über drei Monate stellt Momo sein „detektivisches“ Können unter Beweis und ermittelt Fälle, Behandlungen und Befunde, die zusätzlich in Rechnung gestellt werden können – eine fast hundertprozentige leistungsgerechte Vergütung. Aschenberg: „Wir sind auf dem Gebiet der technologische Marktführer und haben bisher fast jedes Auswahlverfahren gewonnen“, sagt Lukus Aschenberg, „die Krankenhäuser verdienen im Probezeitraum regelmäßig  mehr, als die Lizenzkosten für das Tool für das gesamte Jahr kosten.“ Wer zufrieden ist, kann Momo danach selbstständig gegen eine Lizenzgebühr nutzen und die individuellen Möglichkeiten optimieren. Die Daten bleiben bei den Kunden, und auch eine zeitaufwendige Schulung oder Beraterhonorare entfallen.
    Bleibt noch die Frage zu klären, warum sich TIPLU den hit-Technopark als Standort ausgewählt hat: Die drei Gründer kommen alle aus Heimfeld und wollten mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren können – und machen es auch.

    www.tiplu.de