Perten Instruments: Qualitätsanalyse auf dem Weizenfeld


    Das schwedische Weltunternehmen Perten ist ein führender Spezialist für Analysesysteme für die Landwirtschaft. Hamburg war 1969 die erste Auslandsniederlassung, heute sind es 100.

     In Haus 1c standen die Räume nach dem Weggang des langjährigen Mieters TestFuchs keinen Tag leer. Perten Instrumentx, auch schon seit 2008 im hit-Technopark angesiedelt, übernahm die kompletten 150 Quadratmeter. Mit einer Perspektive: „In den letzten zehn Jahren haben wir das Personal verdoppelt und den Umsatz verdreifacht“, sagt Geschäftsführer Dr. Horst Grunewald, der die deutsche Niederlassung des schwedischen Analysemessgeräte-Herstellers leitet.

    Perten Instruments gehört seit vergangenem Jahr zu PerkinElmer, einem US-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar und ca. 8.000 Mitarbeitern. Das 1962 von Harald Perten gegründete Unternehmen basiert hauptsächlich auf der Qualitätskontrolle von Getreide, Mehl, Futter- und Nahrungsmitteln, für die eine Reihe von Analysesysteme entwickelt wurden. Perten selbst gründete sieben Jahre später in Hamburg die erste internationale Niederlassung des Konzerns, in der heute 25 Mitarbeiter, zumeist Hochschulabsolventen aus den Bereichen Chemie, Agrar- und Lebensmittel, Kunden in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Polen und Ungarn betreuen. Weltweit nimmt das Unternehmen in der Getreide- und Mehlanalytik eine führende Rolle mit ein.

    In einer Zeit, in der die Weltbevölkerung immer stärker wächst und die Anforderungen an Lebensmittel wie Getreide und Getreideprodukte immer höher werden, kommt der Analytik von Rohstoffen, Zusatzstoffen und Endprodukten eine große Bedeutung zu. Überall, wo Agrar- und Lebensmittelrohstoffe angeliefert, bzw. angenommen und weiter verarbeitet werden, messen Analysegeräte die Qualität der Produkte. Und darauf hat sich Perten  mit einer Reihe von Systemen spezialisiert, die in der eigenen Forschungsabteilung entwickelt wurden. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden und mit Instituten zusammen“, erklärt Grunewald den Erfolg der Perten-Geräte. „Daher wissen wir, was sie benötigen, und können ein neues Produkt marktgerecht umsetzen.“

    Ein gutes Beispiel sind die neuen tragbaren Ganzkornmessgeräte Inframatic, die der Landwirt mit auf das Feld nehmen kann, um noch während der Ernte die Feuchte, den Protein- und Ölgehalt seines Weizens oder seiner Ölsaat zu messen. Einfach in den Behälter kippen, Knopf drücken – und nach weniger als einer Minute hat man einen exakten Analysewert. Bauähnliche  Systeme sind von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig geeicht worden und damit für die Abrechnung nach dem Feuchtegehalt zugelassen. Nach diesem Wert wird das Getreide später von den Genossenschaften, den Getreidehändlern, den Mühlen oder den Bäckern bezahlt. Zusätzlich zur Getreideanalyse entwickelt Perten seit Jahren den Geschäftsbereich der Lebensmittelanalytik dynamisch weiter.

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