memeSoft: Individuelle IT-Lösungen für alle Endgeräte



Früher hatten Monteure ein Klemmbrett unter dem Arm, um die Daten ihrer Tätigkeit am Arbeitsplatz festzuhalten. Die Arbeit ist noch immer die gleiche, aber nach und nach ersetzen Laptops, Handys oder Tablets die bewährten Klemmbretter. Die junge Firma memeSoft entwickelt unter anderem webbasierte Anwendungen, damit alle Daten auf allen Geräten optimal zu verwenden sind.

„Standardsoftware soll nicht länger Unternehmen standardisieren“, ist eine der Basisthesen der beiden Jungunternehmer Robin Menn und Christopher Menkens, die vor zwei Jahren memeSoft gründeten und sich im hit-Technopark niederließen. ausgetauscht. Das Ziel der Veranstalter, Firmen und Entscheider aus der Region zwischen Winsen und Stade zusammenzubringen, ging voll auf. Wie zu erfahren war, wurden einige regionale Geschäfte angebahnt. Auch der hit-Technopark und mehrere Mieter aus dem Park ließen sich die gute Gelegenheit nicht entgehen, ihren Service und ihre Produkte zu präsentieren.

Der Unternehmensname memeSoft leitet sich nicht nur von den Nachnamen seiner Gründer ab. Ein „meme“ bezeichnet im Englischen auch einen Bewusstseinsinhalt, zum Beispiel einen Gedanken, der durch Kommunikation weitergegeben und damit vervielfältigt werden kann. Neben der Kommunikation ist die größte Stärke von memeSoft die Softwareentwicklung mit moderner Webtechnologie. „Oft kommen

Ideen aus den Unternehmen selbst, wir müssen nur die richtigen Fragen stellen“. Mit Kunden über Probleme diskutie ren und gemeinsam langfristige Lösungen erarbeiten. Bereits funktionierende Unternehmensprozesse nicht verändern, sondern digital unterstützen bzw. beschleunigen. Aufgeschlossen und ehrlich über Vor- und Nachteile einer individuellen Softarelösung zu reden, das ist der Ansatz, den beide konsequent verfolgen.

Eine wiederkehrende Herausforderung ist es, die neuere Technik mit den älteren Strukturen und Schnittstellen zu vereinen. Denn die Kommunikationslandschaft ist im Umbruch, immer mehr Nutzer steigen auf Smartphones und Tablets um. Immer mehr Anwender wollen und müssen mobil sein.

Doch es gibt unterschiedliche Geräte und unterschiedliche Browser – nur der Datenbestand ist immer noch der alte. „Hier sind neue Strategien gefragt“, sagen die Beiden, „vorhandene Systeme müssen durch aktuellste Technologien für jeden Kunden individuell ergänzt werden, damit sie auf allen Endgeräten einsatzfähig sind.“

Als sich der Maschinenbauinformatiker Menn und der Software-Entwickler Menkens vor vier Jahren das erste Mal begegneten, waren sie sich schnell einig, ihre Fähigkeiten zu bündeln und etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Fast ein Dreivierteljahr schrieben sie an einem Businessplan, um Ihre Idee von der individuellen Softwareentwicklung für Industrie und Gewerbe zu festigen. „Probieren, lernen, umsetzen“, sagt Menn. „Das ist echte Pionierarbeit“, ergänzt Menkens.

Als Startup möchten die Existenzgründer ihre junge Firma jedoch eher nicht bezeichnen. Langsam und mit Verantwortungsgefühl wollen sie weiter wachsen. Bisher greifen die beiden noch auf Freiberufl iche Mitarbeiter zurück – dieser Umstand soll sich aber bald ändern. Erst vor ein paar Wochen haben Robin Menn und Christopher Menkens zur Verstärkung einen ersten Azubi eingestellt. Janosch Liedtke absolviert nach einem vorangegangenen Praktikum bei memeSoft eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. Die Handelskammer hatte die junge Firma kurz zuvor als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Bei der Summer-School hielten sie einen gemeinsamen Vortrag über ihre Erfahrungen bei einer Unternehmensgründung.

In einem Punkt aber werden sie sich wohl nie einig sein und sich manchmal heftig fetzen: Menn ist St.Pauli-Anhänger, Menkens HSV-Fan. Und dafür gibt es in absehbarer Zeit wohl keine Software-Lösung.