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Janin Meiritz
Tel: 040 790 12 353
j.meiritz@hit-technopark.de


hit-art Ausstellungszyklus 2016/2017

Kunst verbindet ... Holz und Ton

In der Auftaktausstellung seiner Ausstellungsreihe 2016/2017 präsentiert der hit-Technopark fünf Künstlerinnen und Künstler, die sich mit dem Thema Holz und Ton auseinandersetzen. Kuratorin Renate Selinger-Barber stellt die Beteiligten und ihre Werke vor.

Auf den ersten Blick stehen zwei Materialien, nämlich Holz und Ton, im Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktausstellung im hit-Technopark. Ursprünglich und unmittelbar aus der Natur entnommen, werden Kunst­werke aus Holz gezeigt, die von den Protagonisten Yves Rasch und Jan de Weryha ganz unterschiedlich behandelt und bearbeitet werden. Formgewordene, fließende und unendliche Bewegung definiert die Holzskulpturen von Yves Rasch, die sich selbst genügen und einem individuellen Rhythmus folgen. Respekt vor dem Material Holz, eine grundsätzlich positive Reaktion auf dieses Material und ein zugrunde liegendes Kompositionsschema zeichnet die Holzobjekte von Jan de Weryha aus.
Beide Künstler befinden sich dabei nicht im Widerspruch, sondern machen deutlich, dass Rhythmus und Komposition – grundlegende musikalische Begriffe – durch die Behandlung des Materials eine Berechtigung haben, die ohne Umwege eine Verbindung zu den Bildern von Carmen Hillers herstellen. Ihre „Klangbilder“ symbolisieren den bildgewordenen „Ton“ und stellen seine Bewegungen und Schwingungen, seine Rhythmen und schließlich den Mikrokosmos ganzer Kompositionen dar.
Das Material Ton als Rohstoff hat eine lange Geschichte und begegnet uns in der aktuellen Ausstellung in den Objekten und Installationen von Dorota Albers, deren keramische Details ohne das Material Ton nicht denkbar wären. Puristisch und fili-
gran, naturnah und eigenständig wirken die Kunstwerke von Dorota Albers auf die Betrachter und entwickeln dabei eine unverwechselbare Ästhetik. Seit dem 20. Jahrhundert wird Ton zudem als Rohstoff für die Zementherstellung eingesetzt, davon profitieren die gewichtigen Objekte von Claudia Hoffmann, die, in Beton gegossen, einem natürlichen „Ton“ folgen, den die Künstlerin auch in ihren eindrucksvoll bewegten und farbenfrohen Bildern wieder aufnimmt.
Die erkennbar sichtbare Verbindung verschiedener Materialien und gattungsübergreifender Inhalte, ihre Formen, Rhythmen, Schwingungen, Bewegungen und die Kompositionen, die daraus erwachsen, weisen auf grundlegende Eigenschaften der Materialien Holz und Ton hin. Gleichzeitig werden durch die Behandlung des Materials und seiner Klangfarben auch die Unterschiede und individuellen Eigenarten deutlich, die schließlich vielfältige Rezeptionsmöglichkeiten der gezeigten Werkauswahl ermöglichen.


1  Carmen Hillers: „Lyric Pieces II“, Eitempera auf Voile, 2008.  
2  Claudia Hoffmann: „Schwarze Skulptur“, Beton, Bronze, 2013.  
3  Dorota Albers: „Weiße Unschuld II“, Farbpigmente auf Holz, Drahtgitter, Porzellan, 2016;  
4  Jan de Weryha: Ohne Titel, Pappelholz geschnitten und gebrochen, 2013.


Alle Künstler, alle Termine

Gruppenausstellung: 03.11.2016 – 06.01.2017
Öffnungszeiten für alle Ausstellungen: Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:30 Uhr

Jan-de-Weryha

09. Januar bis 03. März 2017
Jan de Weryha, Holzobjekte
„Minimal Art“ mit natürlich wirkenden Holzoberflächen – geschnitten, gebrochen und gespalten.

Carmen-Hillers

06. März bis 28. April 2017
Carmen Hillers, Malerei
Farbe, Form und Klang verschmelzen. Formen und Proportionen folgen musikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Claudia-Hoffmann

02. Mai bis 30. Juni 2017
Claudia Hoffmann, Objekte und Malerei
Grundformen aus der Pflanzenwelt werden zu sichtbaren architektonischen Assoziationen weiterentwickelt.

Dorota-Albers

03. Juli bis 01. September 2017
Dorota Albers, Objekte
Reduktion auf das Wesentliche in kleinen Porzellanelementen in Kombination mit der Farbe Weiß.

Yves-Rasch

04. September bis 27. Oktober 2017
Yves Rasch, Bildhauerei
Der Hamburger denkt in Holz. Seine Skulpturen drücken formgewordene Bewegung aus, ohne figürlich zu sein.

Informationen und Kontakt:
Renate Selinger-Barber M.A.
Telefon: 040 790 123 45 

E-Mail: r.selinger@hit-technopark.de