AUSSTELLUNG: Zwischen Himmel und Erde

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Renate Selinger-Barber M.A.
Tel: 040 790 12 345
r.selinger@hit-technopark.de


Kuratorin

    02.05 - 30.06.2017

    Zwischen Himmel und Erde

     In der Ausstellung "Zwischen Himmel und Erde" zeigt die in Seevetal lebende Künstlerin Claudia Hoffmann im hit-Technopark eine Zusammenstellung von Arbeiten aus den letzten sieben Jahren: Malerei, Collagen und Skulpturen.

     Die ausgestellten Arbeiten haben eine eher abstrakte Formensprache, die aber in der Natur oftmals ihren Ursprung hat. Häufig sind es Pflanzenformen, die von der Künstlerin auf ihre einfachen Formelemente reduziert werden und so zu einer betont konstruktiven Gestalt finden. Die in der Natur vorgefundenen räumlichen Ordnungsstrukturen werden untersucht und übernommen. Durch Staffelungen und Überschneidungen findet die Künstlerin weitere Variationen.

    In den Bilder und Skulpturen haben sie aber keinen illustrativen Charakter. Auch in ihrer Farbgebung sind sie einer abstrakteren Bildidee untergeordnet. Durch die Reduzierung wird eine Blüte eben so zum Stern, denn beide haben eine radiale Ordnungsstruktur, die sich strahlenförmig in den Raum ausdehnt. Diese Formen erzählen über ihre Vielfältigkeit in ihrer Erscheinung. Sie zeigen nicht nur ihre feste Form, sondern deuten auch auf die immateriellen Ereignisse, die von viel komplexerer Art sind: Wie das Licht der Sterne im Dunkel ausstrahlt oder der Blütenduft einer Pflanze sich ausbreitet.

     Die Kompositionen haben immer ihre ganz eigene Dynamik. Der Betrachter assoziiert ein Aufwärtswachsen oder ein Auseinanderstreben, ein Schweben im Raum oder ein Wegdriften in die Ferne. Immer ist Bewegung im Spiel. So wie jede Form, jede Gestalt einem Prozess aus Werden und Vergehen, einem ständigen Wandel in seinem Dasein unterliegt.

     Das gilt besonders für die zwei großformatigen Arbeiten mit dem Titel „Stillleben1“ und „Stillleben 2“. Die dargestellten Schalen und ihre Standflächen zeigen eine räumliche Durchlässigkeit und geben den Blick auf weitere Ebenen frei. In seinen räumlichen Grenzen legt sich die dargestellte Situation nicht eindeutig fest. Sie verweist mit der Durchlässigkeit und Transparenz immer auf ein Dahinter und deutet so auf den individuellen Erlebnishorizont der Betrachter. Bei dem Bild "Stillleben 1" schwebt eine große geschlossene elliptische Form auf einem Meer von kleinen ebenfalls kreisförmigen Formen und bildet den Untergrund für weitere kreisförmige Formen, die durch eine Schale mit grüner Textur am rechten Rand begrenzt ist.

     Die Skulptur "nach oben" fußt zunächst auf einem dunklen auf einer Betonplatte stehenden Unterbau, der sich nach oben spiralförmig und weiß auffächert und so quasi wie ein Keimling zum Licht strebt.

     Bewegtheit und Entwicklung symbolisieren das Leben, das nicht still steht und  immer in Bewegung ist und so zwischen Himmel und Erde wandelt.

     

    Die Ausstellung ist bis zu zum 30. Juni 2017 werktags von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.