AUSSTELLUNG: Kunst verbindet ... Holz und Ton

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Renate Selinger-Barber M.A.
Tel: 040 790 12 345
r.selinger@hit-technopark.de


Kuratorin

    03.11.2016 - 06.01.2017

    hit-art Ausstellungszyklus 2016/2017:

    Kunst verbindet ... Holz und Ton

    Mit einer großen Vernissage und allen fünf beteiligten Künstlern und Künstlerinnen wurde der neue Ausstellungszyklus 2016/2017 von hit-ART im hit-Technopark eröffnet. Die Gemeinschaftsausstellung trägt den Titel „Kunst verbindet … Holz und Ton“. Im Anschluss folgen die fünf Einzelausstellungen im Acht-Wochen-Rhythmus.

     Auf den ersten Blick stehen zwei Materialien, nämlich Holz und Ton, im Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktausstellung im hit-Technopark. Ursprünglich und unmittelbar aus der Natur entnommen, werden Kunstwerke aus Holz gezeigt, die von den Protagonisten Yves Rasch und Jan de Weryha ganz unterschiedlich behandelt und bearbeitet werden. Formgewordene, fließende und unendliche Bewegung definiert die Holzskulpturen von Yves Rasch, die sich selbst genügen und einem individuellen Rhythmus folgen. Respekt vor dem Material Holz, eine grundsätzlich positive Reaktion auf dieses Material und ein zugrunde liegendes Kompositionsschema zeichnet die Holzobjekte von Jan de Weryha aus.

    Beide Künstler befinden sich dabei nicht im Widerspruch, sondern machen deutlich, dass Rhythmus und Komposition – grundlegende musikalische Begriffe – durch die Behandlung des Materials eine Berechtigung haben, die ohne Umwege eine Verbindung zu den Bildern von Carmen Hillers herstellen. Ihre „Klangbilder“ symbolisieren den bildgewordenen „Ton“ und stellen seine Bewegungen und Schwingungen, seine Rhythmen und schließlich den Mikrokosmos ganzer Kompositionen dar.

     Das Material Ton als Rohstoff hat eine lange Geschichte und begegnet uns in der aktuellen Ausstellung in den Objekten und Installationen von Dorota Albers, deren keramische Details ohne das Material Ton nicht denkbar wären. Puristisch und filigran, naturnah und eigenständig wirken die Kunstwerke von Dorota Albers auf die Betrachter und entwickeln dabei eine unverwechselbare Ästhetik.

     Seit dem 20. Jahrhundert wird Ton zudem als Rohstoff für die Zementherstellung eingesetzt, davon profitieren die gewichtigen Objekte von Claudia Hoffmann, die, in Beton gegossen, einem natürlichen „Ton“ folgen, den die Künstlerin auch in ihren eindrucksvoll bewegten und farbenfrohen Bildern wieder aufnimmt.

    Die erkennbar sichtbare Verbindung verschiedener Materialien und gattungsübergreifender Inhalte, ihre Formen, Rhythmen, Schwingungen, Bewegungen und die Kompositionen, die daraus erwachsen, weisen auf grundlegende Eigenschaften der Materialien Holz und Ton hin. Gleichzeitig werden durch die Behandlung des Materials und seiner Klangfarben auch die Unterschiede und individuellen Eigenarten deutlich, die schließlich vielfältige Rezeptionsmöglichkeiten der gezeigten Werkauswahl ermöglichen.

                                                                                                    Renate Selinger-Barber M.A.

     

     

     

    Alle Termine, alle Künstler

     

          03.11.2016 – 06.01.2017

    Gruppenausstellung

    Öffnungszeiten für alle Ausstellungen: Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:30 Uhr

     

    1. Januar bis 03. März 2017

    Jan de Weryha, Holzobjekte

    „Minimal Art“ mit natürlich wirkenden Holzoberflächen – geschnitten, gebrochen und gespalten.

     

     

    1. März bis 28. April 2017

    Carmen Hillers, Malerei

    Farbe, Form und Klang verschmelzen. Formen und Proportionen folgen musikalischen Gesetzmäßigkeiten.

     

     

    1. Mai bis 30. Juni 2017

    Claudia Hoffmann, Objekte und Malerei

    Grundformen aus der Pflanzenwelt werden zu sichtbaren architektonischen Assoziationen weiterentwickelt.

     

     

    1. Juli bis 01. September 2017

    Dorota Albers, Objekte

    Reduktion auf das Wesentliche in kleinen Porzellanelementen in Kombination mit der Farbe Weiß.

     

     

    1. September bis 27. Oktober 2017

    Yves Rasch, Bildhauerei

    Der Hamburger denkt in Holz. Seine Skulpturen drücken formgewordene Bewegung aus, ohne figürlich zu sein.

     

     

     

    BUs

     

    Bildbeschreibungen (von links):

     

    1 Yves Rasch: „Unumwunden“, Eiche, 2011/13; „Umwunden“, Eiche, 2012/13; „Große Liegende“, Eiche, 2012/13.

    2 hit-Technopark-Geschäftsführer Christoph Birkel bei seiner Begrüßungsrede vor mehr als 200 Gästen.

    3 Künstler, Gastgeber, Laudator und Kuratorin - hinten von links: Christoph Birkel, Rainer Maria Weiss; vorne von links: Yves Rasch, Dorota Albers, Renate Selinger-Barber, Jan de Weryha, Claudia Hoffmann, Carmen Hillers.

    4 Die Ausstellungsetagen des hit-Technopark waren stark frequentiert. 

    5 Die Künstler und Künstlerinnen, wie hier Dorota Albers, standen den Gästen für Fragen und ganz individuelle Führungen zur Seite.